| Wer wir sind:
Das Freiwilligen-Zentrum ist Anlaufstelle für alle, die eine unentgeltlich ausgeübte Tätigkeit suchen, die Abwechslung, Freude, Gemeinschaft, neue Erfahrungen, Sinnerfüllung und Anerkennung bietet.
Freiwilligen-Zentren sind eine Antwort auf die gesellschaftliche Lage in der Mitte der neunziger Jahre. Mit kürzer werdender Lebensarbeitszeit und wachsender Lebenserwartung gewinnt der Mensch des 21. Jahrhunderts nach seiner Erwerbstätigkeit eine eigenständige, neue Phase von Freiheit und Selbständigkeit.
Durch die Individualisierung der Familienmitglieder ist er nicht mehr fär die Versorgung der Nachkommen zuständig; sein eigener Lebensunterhalt ist meist durch eine einträgliche Rente gesichert. So kann er sich neuen, sinnerfüllenden Aufgaben zuwenden, die er oft in seinem vertrauten Lebensumfeld sucht.
Auch jüngere, im Arbeitsprozess Stehende suchen neben dem Beruf Tätigkeiten, die entweder aus der Begrenztheit des Single-Lebens herausführen oder als Ausgleich zu anstrengenden oder monotonen Betriebsabläufen mehr Selbstverwirklichung, Geselligkeit und Gemeinnutzen versprechen.
Lernen Sie uns näher kennen und werfen Sie einen Blick in unser aktuelles Faltblatt (PDF).
Das neue Ehrenamt
Das Freiwilligen-Zentrum hilft Vereinen und Einrichtungen, freiwillige Mitarbeiter zu finden, die mit ihrem Engagement unbezahlbare Dienste leisten und den Betrieb oft am Laufen halten.
Die Caritas als großer kirchlicher Wohlfahrtsverband ergriff 1996 mit der Gründung von sechzehn Freiwilligen-Zentren in ganz Deutschland die Initiative und wies ihnen außer der Vermittlung von Freiwilligen auch die Aufgaben eines »Forums sozialen Engagements« (Meinungsplattform und Interessenvertretung) und die einer Werkstatt sozialen Engagements (Förderung selbstorganisierter Hilfegruppen) zu. Und zu diesen ersten Zentren zählt auch das Rüsselsheimer FZ. 2008 existieren rund vierzig Caritas-Einrichtungen und eine Vielzahl anderer Agenturen mit anderen Trägern.
Im letzten Jahrzehnt zeigte sich ein neues Verständnis von »Ehrenamt«. War bisher besonders das soziale Ehrenamt durch langfristigen und selbstlosen Einsatz in Kirchengemeinden oder Vereinen gekennzeichnet, so verbindet das neue, häufig »Freiwilligenarbeit« oder »bürgerliches Engagement« genannte Tun eher soziale Einstellung mit Selbstverwirklichungsstreben oder auch politischen Veränderungsabsichten.
Die meisten Aktiven legen heute Wert auf:
- zeitlich und inhaltlich überschaubare Aktivitäten,
- Kontakte zu anderen Menschen,
- Mitbestimmung und Beteiligung an der Art des Einsatzes,
- Gewinn für sich und gleichzeitig für andere.
Darauf müssen sich Vereine und Organisationen, die mit Freiwilligen arbeiten wollen, einlassen. Fragen des Versicherungsschutzes sind zum großen Teil über das Land Hessen abgedeckt.
www.gemeinsam-aktiv.de/versicherungsschutz.cfm
Weitere Aufgaben der Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritasverband:
- Freiwillig-ehrenamtliche Arbeit voranbringen
- Systematische Förderung sekundärer Netze
- Generationenübergreifende Angebote
- Junge Leute motivieren
- Männer zum sozialen Engagement ermutigen
- Arbeitslosen eine Freiwilligentätigkeit ermöglichen
- Freiwillig-Ehrenamtliche als Partner und Experten in der beruflichen sozialen Arbeit positionieren
- Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen voranbringen
- Gesellschaftliche Anerkennung verbessern
- Politischer Gestaltungsrahmen für ehrenamtliche
- Tätigkeiten weiterentwickeln
- Lernen von europäischen Ländern
- Kooperation und Vernetzung
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